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Euro-Krise macht Ferienimmobilien interessant

Montag, 25 Juni 2012

Aktuelles

Ferienimmobilien sind trotz der Euro-Krise sehr begehrt. Besonders beliebt sind die Wohnungen in Südeuropa.

Der Immobilienmarkt boomt. Besonders seit der Lehman-Krise 2008 investieren immer mehr Menschen in Wohnungen und Häuser, was zu einem großen Preisanstieg für Immobilien führt. Gefragt seien besonders Ferien-Immobilien im Ausland. Diese Ansicht vertritt Kai Enders, Wohnimmobilienvorstand des Maklerhauses Engel & Völkers. Seiner Meinung nach ist seit der Lehman-Pleite die Nachfrage nach Ferien-Immobilien im Ausland stark angestiegen. Die Gründe dafür seien vermutlich die Euro-Krise und die sich daraus ergebende Unsicherheit vieler Investoren. Die Angst vor einer Inflation sei momentan viel stärker verbreitet als vor wenigen Jahren. Ein weiterer Grund für die steigende Nachfrage sei der Gedanke an die Altersvorsorge.

Gesunkene Investitionskosten und niedriges Zinsniveau

Gesunkenen Investitionskosten gibt nach Ansicht von Experten zudem den Anreiz, Immobilien zu erwerben. Das niedrige Zinsniveau ermöglicht somit eine günstige Finanzierung. Dies führt dazu, dass nach Ansicht von Tobias Wann von der Vermittlungsplattform Homeaway FeWo momentan auch Investoren mit geringeren Geldmitteln gute Immobilien erwerben können.
Einer Studie der beiden Unternehmen Engel & Völkers und Homeaway FeWo zufolge ist die Zahl der Ferienimmobilienkäufe seit 2008 steil angestiegen. Für 43 Prozent der Käufer ist die erstandene Immobilie als Absicherung für den späteren Ruhezustand erworben worden. Die Studie zeigt zudem, dass rund ein Viertel der Käufer versucht, mithilfe der Immobilie das Vermögen vor einer Geldentwertung zu bewahren.

Die beliebtesten Immobilien innerhalb Deutschlands sind die Nord- und Ostseeküste und die Inseln dieser Regionen. Im Ausland werden die Investoren vor allem von Südfrankreich und der Toskana angezogen. Engel & Völkers zufolge ist das Interesse an den Objekten in diesen Gebieten moderat angestiegen. Die Nachfrage auf den spanischen Inseln und besonders Mallorca ist demnach ebenfalls angestiegen. Aufgrund zum Teil immer noch attraktiver Preise siedeln sich dort immer mehr Investoren an. Durch eine nach Ausbruch der Wirtschaftskrise geplatzte Preisblase sind besonders Immobilien in zweitklassiger Lage, von einfacherer Qualität und Ausstattung günstiger geworden, sagte Enders. Die Objekte in besseren Lagen sind preislich hingegen in etwa stabil geblieben. Auffallend ist, dass neben Kunden aus Deutschland neuerdings auch skandinavische Kunden am spanischen Immobilienmarkt interessiert sind. Dies bestätigte Lutz Minkner, Inhaber von Minkner & Partner im mallorquinischen Santa Ponsa, dem „manager magazin online“ gegenüber. Auf Ibiza stellt sich die Lage hingegen anders dar: der Markt für einfachere Appartements in schlechterer Lage ist nach Ansicht von Maklerin Natascha Sandig, Chefin von Porta Ibiza, für ausländische Kunden kaum von Interesse und daher zusammengebrochen. Die obersten Preisklassen sind weiterhin sehr gefragt.

Die Studie der beiden Unternehmen Homeaway und Engel & Völkers zeigte zudem, dass sich heute die meisten Auslands-Ferienimmobilien der Deutschen in Spanien befinden. Danach folgen Österreich, Italien und Frankreich. Der US-Bundesstaat Florida hat sich von der geplatzten Immobilienblase wieder leicht erholen können und gewinnt zunehmend an Bedeutung. Weiter hinten rangiert Griechenland, auch wenn dort aufgrund der Schuldenkrise zurzeit viele günstigen Immobilien zur Verfügung stehen. Die Investoren schrecken jedoch aus Unsicherheit vor griechischen Ferien-Immobilien zurück.

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