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Hochschule Anhalt entwirft mobilen Pavillon für Landesgartenschau

Montag, 30 November 2009

Garten & Pflanzen

Für die Landesgartenschau Aschersleben, die von April bis Oktober 2010 statt findet,
hat der Fachbereich Architektur, Facility Management und Geoinformation der
Hochschule Anhalt etwas besonders entwickelt. Die Studierenden entwarfen ein
spezielles Gebäude, das seine Größe verändern kann. Aus einem kleinen Raum entsteht
ein Großer und umgekehrt. Der Entwurf wurde gemeinsam mit den Verantwortlichen
der Landesgartenschau Aschersleben (LAGA) initiiert.

Studentischer Wettbewerb

Im Wintersemester 2008/09 gab es dazu einen studentischen Wettbewerb. 34
Studierende beteiligten sich an dem Projekt. Den ersten Preis erhielt Erik Przebierala,
dessen Lösung ein mobiles Gebäude vorsieht. Es kann je nach Witterung und Nutzung
unterschiedliche Raumgrößen und Raumvarianten annehmen. Ein Gebäude mit
Überraschungseffekt. Nach Abschluss der LAGA wird der Pavillon als „campus office“
am Hochschulstandort Bernburg für studentische Aktivitäten weiter genutzt.
Für die beteiligten Studierenden stellte die Gebäudekonstruktion eine Herausforderung
dar. Seit Beginn des Sommersemester 2009 arbeiten sechs Studierende an der
Verwirklichung des Entwurfs. Unter Anleitung von Prof. Dießenbacher, Prof. Höhne,
Susanne Herz und Lothar Gabler von der Firma Stahlbau Brehna entwickelten sie
Konstruktionsvorschläge zur Mechanik, zum Tragwerk und zur Gebäudehülle. Im
November 2009 erfolgte die Fertigung der Stahlkonstruktion in der Werkshalle von
Stahlbau Brehna. Dort wurde das Gebäude bereits einmal aufgebaut, um die
Verschiebbarkeit zu testen. Im Dezember 2009 wird das Stahlskelett auf dem Gelände
der Landesgartenschau in Aschersleben aufgestellt.
Der Pavillon besteht aus zwei quaderförmigen Gebäudeteilen mit unterschiedlichen
Materialien in der Außenhülle. Die Außenwände des einen Teils bestehen aus Holz und
sind fest auf der Unterkonstruktion montiert. Der andere Teil ist transparent und auf
einem Schienensystem gelagert, wodurch seine Position zum feststehenden Baukörper
verändert werden kann.

Praxisbezogene Projekte

Praxisbezogene Projekte sind ideal zur Vorbereitung auf das spätere Berufsleben.
Gerade dann wenn sie tatsächlich realisiert werden. Das Projekt „Ausstellungspavillon
für die Landesgartenschau“ bietet den Studierenden die Möglichkeit nahezu sämtliche
Phasen der Architekturplanung und -realisierung wirklichkeitsgetreu zu durchlaufen.
Neben der Erstellung der Bauantrags- und Ausführungsplanung gehören hierzu auch die
Planung der Kosten, des Bauablaufes und der Umgang mit Planungspartnern und
Handwerkern. Die Projektleitung seitens der Studierenden hat Matthias Helmle, der von
fünf Studierenden unterstützt wird.
Die Zusammenarbeit mit Stahlbau Brehna soll auch in Zukunft weitergeführt werden.
Ziel hierbei ist es, die Studierenden durch die Mitwirkung an konkreten Bauprojekten,
z. B. im Rahmen eines Praxissemesters, frühzeitig an die Praxis heran zu führen.

Kontakt:

Hochschule Anhalt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49-3496 67 1010
E-Mail: presse@hs-anhalt.de

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