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Zahl der Wohngeldempfänger sinkt

Dienstag, 30 Juli 2013

Aktuelles

Mieterhöhungen und hohe Energiekosten lassen die Wohnkosten immer mehr steigen. Trotzdem ist die Zahl der Wohngeldempfänger in Deutschland 2011 gesunken.

Im Jahr 2011 ist die Zahl der Wohngeldempfänger auf 770.000 Haushalte gesunken. Das sind rund 10 Prozent weniger als im Jahr 2010. Mieterhöhungen und hohe Energiekosten haben die Wohnkostenbelastung vieler Mieterhaushalte auf Rekordniveau steigen lassen. Ein Grund dafür ist unter anderem eine Änderung des Wohngeldgesetzes, die zum 1. Januar 2011 in Kraft getreten ist. Die Bundesregierung hat die Heizkostenkomponente aus dem Wohngeldgesetz ersatzlos gestrichen. Begründet wurde diese Regelung damit, dass die Heizkosten gesunken seien.

Laut Lukas Siebenkotten, Direktor des Deutschen Mieterbundes, ist es nicht tragbar, dass für einkommensschwächere Haushalte mit einem Haushaltsnettoeinkommen bis 1.300 Euro die Wohnkostenbelastung mittlerweile auf über 45 Prozent gestiegen ist, gleichzeitig aber die Zahl der Wohngeldempfänger zurückgeht und die Wohngeldansprüche sinken.

Siebenkotten zufolge muss die beschlossene Wohngeldverschlechterung rückgängig gemacht werden. Zudem fordert der Deutsche Mieterbund eine Erhöhung und strukturelle Änderung des Wohngeldes. Demnach soll das Wohngeld um mindestens 10 Prozent erhöht werden. Außerdem müssen die Einkommensgrenzen, bis zu denen Wohngeld gezahlt wird, sowie die Höchstbeträge aktualisiert werden. Schließlich soll eine Energiekostenkomponente eingeführt werden. Bei der Berechnung des Wohngeldes muss berücksichtigt werden, dass Mieter nicht nur eine Kaltmiete zu zahlen haben, denn zu den Wohnkosten gehören auch die Kosten für Heizung und Strom.

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