Der Immobilienmarkt boomt derzeit besonders in den Metropolen. Doch stehen in anderen Teilen Deutschlands viele Häuser leer.

Der Immobilienboom herrscht aktuell besonders in den Metropolen vor. Davon betroffen sind aktuell Großstädte wie Hamburg oder München, aber auch zunehmend Berlin. In anderen Teilen des Landes stehen hingegen viele Häuser leer. Experten sagen sogar eine Verschärfung der Lage voraus.

Eine Auswertung des Internetportals ImmobilienScout24 ergab, dass es mindestens 20 Orte in Deutschland gibt, in denen ein Einfamilienhaus mit üblicher Wohnfläche im Schnitt für weniger als 60.000 Euro zu haben ist. Dazu gehören unter anderen die Gemeinden Schwobfeld im Eichsfeld und Saxler in der Vulkaneifel.

Zudem ist Wohnraum in Regionen abseits der Metropolen oft keine Mangelware. Laut Zensus-Volkszählung sollen beispielsweise in Sachsen und Sachsen Anhalt knapp zehn Prozent der Wohnungen leer stehen

Die Gründe für die Landflucht in Deutschland liegen laut Experten vor allem am demographischen Wandel. Demnach wird die Bevölkerung in Deutschland bis zum Jahr 2030 um drei bis fünf Prozent schrumpfen. Der strukturelle und wirtschaftliche Wandel führt zudem dazu, dass die Zahl leer stehender Häuser ansteigt, wo die Arbeitslosigkeit hoch ist. Einige Experten sind der Ansicht, dass es unter Umständen sinnvoll sein kann, Dörfer in den betroffenen Gegenden zusammenzulegen oder die Menschen woanders anzusiedeln.

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