Mallorca: Immer mehr Immobilien werden von wohlhabenden Ausländern aufgekauft. Ein Großteil der Immobilienkäufer stammt aus dem deutschsprachigen Raum.
Bereits seit mehreren Jahren ist der Immobilienmarkt auf der spanischen Ferieninsel Mallorca angespannt, denn immer mehr reiche Ausländer leisten sich eine Zweitimmobilie auf Mallorca. Und einige der Superreichen haben sogar gleich mehrere Immobilien auf den Balearischen Inseln (Mallorca, Ibiza, Formentera, Menorca), wobei es sich in diesem Fall oftmals eher darum geht die Immobilien zu einem späteren Zeitpunkt mit einem möglichst satten Gewinn wieder zu verkaufen.
In jedem Fall jedoch haben dabei Einheimische meist das Nachsehen. Und das nicht nur bei Villen und Luxusimmobilien, die den Besitzer für einen Millionenbetrag wechseln. Auch Land sowie Häuser und Eigentumswohnungen im mittleren und niedrigen Preissegment auf Mallorca sind bei Deutschen, Schweizern und Österreichern beliebt. Mit der Folge, dass es für Einheimische immer schwieriger wird bezahlbaren Wohnraum auf Mallorca zu finden. Ganz egal ob zur Miete oder zum Kauf. Denn auch die Mietpreise auf Mallorca kennen seit Jahren nur eine Preisrichtung. Allein im Jahr 2022 sind die Mietpreise für Mietwohnungen auf Mallorca um rund 14,5 Prozent gestiegen. Nicht ganz so stark, doch mit etwa 8 Prozent auch recht deutlich, haben sich die Immobilienkaufpreise in 2022 im Vergleich zum Vorjahr verteuert. Und auch der Anteil ausländischer Immobilienkäufer steigt. Bezogen auf alle Immobilientransaktionen innerhalb eines Jahres auf Mallorca sind meist zu 35 bis 60 Prozent der Käufer Ausländer.
Immobilienkauf auf Mallorca: Einschränkungen für Ausländer teils schwer realisierbar
Aufgrund der Preisentwicklungen der Mieten sowie beim Kauf von Immobilien und Land und der Tatsache, dass tendenziell immer mehr Ausländer auf Mallorca kaufen, fordern einige Mallorquiner Einschränkungen für ausländische Immobilienkäufer. Auch die Politik beschäftigt sich bereits mit der Thematik. Allerdings hat das Regionalparlament der Balearen nicht sonderlich viele Möglichkeiten, was eine mögliche Beschränkung für ausländische Immobilienkäufer betrifft. Jedenfalls, wenn es sich bei den Käufern um EU-Bürger handelt. Denn dies würde voraussichtlich gegen geltendes EU-Recht verstoßen.

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