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Kieler Projekt gegen Wohnungsnot

Donnerstag, 16 August 2012

Kiel

Die Anzahl der Studenten in Kiel steigt zunehmend an und damit auch die Wohnungsknappheit. Ein neu gegründetes Projekt des Studentenwerks versucht, Wohnpartnerschaften zu vermitteln.

Mit steigenden Studienanfängerzahlen sind auch die freien Wohnungen in Kiel immer schneller weg. Günstiger Wohnraum sei in Kiel Mangelware und das Preisniveau sogar fast vergleichbar mit Städten wie Hamburg oder München. Diese Aussage machte Benjamin Raschke vom Studentenwerk Schleswig-Holstein gegenüber dem Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags (shz.de). Dasselbe gilt auch für die Wohnungen in Wohnheimen, wie bereits auch schon zum Wintersemester 2011/2012. Nach Angaben von Raschke gibt es in Kiel insgesamt rund 30.000 Studenten. Jedoch bekommen nur sechs Prozent von ihnen, das bedeutet 1870 Plätze, einen Platz im Studentenwohnheim. Dies ist unter dem bundesweiten Durchschnitt, der zwischen 12 und 14 Prozent liegt. Zum Semesterstart im Herbst erwartet das Studentenwerk Schleswig-Holstein jedoch wieder eine Rekordzahl an Studienanfängern. Die Zahl der Bewerber für einen Platz im Studentenwohnheim liegt bereits jetzt bei mehr als 2000.

Das Studentenwerk Schleswig-Holstein rief aufgrund dieses Wohnungsmangels das Projekt „Wohnen für Hilfe – Hand gegen Koje an Land“ ins Leben. Dieses soll Wohnpartnerschaften stiften, indem Familien, ältere Menschen oder soziale Einrichtungen eine Unterkunft anbieten. Im Gegenzug erhalten sie von den Studenten Unterstützung, die sich auf das Einkaufen, Gartenarbeit, Kochen oder Kinderbetreuung beziehen kann. Dabei gilt nach Angaben von Astrid Dürkoop vom Studentenwerk die Faustregel: eine Stunde Arbeit im Monat für einen Quadratmeter Wohnraum.

Interessenten könne sich entweder telefonisch oder per E-Mail an Alexandra Dreibach vom Studentenwerk Schleswig-Holstein wenden. Es sind ebenfalls Bewerbungsbögen erhältlich.

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