Von den guten wirtschaftlichen Bedingungen in Sachsen profitieren die Immobilienmärkte in Dresden und Leipzig. Dies führt zu stabilen und steigenden Preisen für Wohnimmobilen, aber auch zu einem Anstieg der Nachfrage nach Einzelhandelsimmobilien. Zu diesem Schluss kommt Klaus-Dieter Schwensen, Leiter der Niederlassung Süd der TLG IMMOBILIEN, anhand des aktuellen Berichts “Immobilienmarkt Ostdeutschland 2011”.

Der von dem Unternehmen vorgelegte Bericht zeigt zudem den Trend auf, dass die Menschen in Ostdeutschland vermehrt in die Städte ziehen. Im Jahr 2010 wohnten in Dresden und Leipzip mehr Menschen als im Jahr zuvor. Dieser seit Jahren anhaltende Trend dürfte sich auch zukünftig forsetzen, so der Bericht. Dresden ist außerdem die Stadt mit meisten neugeborenen Kindern. Dies stellt die zweitbeste demographische Entwicklung bundesweit dar.

Dies beeinflusst auch die Nachfrage für Reihen- und Doppelhäuser, deren Preise 2010 in Dresden auf 120.000-240.000 EUR und in Leipzig auf 100.000-180.000 EUR stiegen. Mit 120.000-500.000 EUR in Dresden und bei 120.000-450.000 EUR in Leipzig bleiben die Preise für frei stehende Häuser unverändert. Der gestiegene Bedarf nach Wohnraum führt außerdem zu steigenden Preisen für Neu-Eigentumswohnungen in Dresden (1.400-4.400 EUR/qm), jedoch verzeichnete Leipzig einen leichten Preisnachlass (1.000-2.800 EUR/qm).
Die Wohnungsmieten steigen ebenfalls aufgrund der steigenden Nachfrage. Die Marktmieten für modernisierte Altbau-Wohnungen in beiden Städten liegen inzwischen maximal bei mehr als 7,00 EUR/qm und sind damit noch höher als die Mieten für Neubauten. Die Preise für Wohnbauland in Dresden und Leipzig bleiben hingegen über alle Lagen hinweg stabil.

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